Sergei Jessenin
Die Kuh

Gebrechlich, manch Zahn ausgefallen,
Die Jahre benagten das Horn.
Der Kuhhirt hat oft sie geschlagen,
Zum Wechseln des Felds angespornt.

Dem Herz wird der Lärm unerträglich,
Die Mäuse scharren im Eck.
Traurig denkt sie vergeblich
Ans Kälbchen, des Bein weiß gefleckt.

Man ließ ihr den Sohn nicht sehr lange,
Die erste Freude ging fehl.
Und am Pfahl, unter der Darre,
Zauste der Zugwind ein Fell.

Vom Buchweizentrog geht sie bald,
Den der Sohn schon vorausging, den Weg.
Man legt ihr den Strick um den Hals
Und führt sie zur Schlachtbank hinweg.

Bedauerlich, traurig und scheußlich
Muht sie auf Erden noch was …
Und träumt wohl vom Hain, dem weißen,
Von Wiesen mit saftigem Gras.

Übersetzt von Eric Boerner


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